Year: 2019

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// Mobilitätsatlas 2019: Daten und Fakten für die Verkehrswende

// Mobilitätsatlas 2019: Daten und Fakten für die Verkehrswende

von Andreas Kaizik

Am 5. November 2019 erscheint der „Mobilitätsatlas 2019“ – eine Fachpublikation der Atlas-Manufaktur. Der Atlas wurde in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem VCD Verkehrsclub Deutschland e. V. entwickelt. Er enthält Vorschläge und Lösungen für eine klimafreundliche und ressourcenschonende Mobilität und ist unter https://www.boell.de erhältlich.

Seit 2016 übernimmt INFOTEXT für verschiedene Publikationen der Atlas-Manufaktur die Dokumentation und Schlussredaktion. Wir prüfen die Quellen, Daten und Informationen, die in die Texte eingehen, und lesen sämtliche Beiträge Korrektur. – So auch dieses Mal für den „Mobilitätsatlas 2019“.

// Aktuelle Weltkarte des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (ZIF)

// Aktuelle Weltkarte des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (ZIF)

von Sandra Thiele

Im Oktober ist die aktuelle Weltkarte des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) in deutscher und englischer Sprache erschienen, deren Gestaltung durch Infotext entwickelt und umgesetzt wurde. Die ZIF-Weltkarte bildet die zivile, polizeiliche und militärische Beteiligung internationaler und deutscher Organisationen bei Konflikten und in Krisengebieten weltweit ab. Zusätzliche Infografiken zeigen zudem die personelle Entwicklung von UN-, OSZE- und EU-Einsätzen seit 1992.

Die Weltkarte der Friedeneinsätze erscheint jedes Jahr im Herbst; in Zusammenarbeit mit Infotext wurde sie in diesem Jahr allerdings einem kompletten Relaunch unterzogen.

// Ute Wibral und Sandra Thiele neu bei Infotext

// Ute Wibral und Sandra Thiele neu bei Infotext

von Lena Ziyal

Wir begrüßen zwei neue Gesellschafterinnen bei uns an Bord: Ab Oktober wird Ute Wibral in den Bereichen Infografik und Layout unser Team unterstützen. Gleichzeitig steigt Sandra Thiele als Texterin bei Infotext ein.

Ute Wibral ist als Grafikdesignerin insbesondere in den Bereichen Editorial Design und Corporate Design tätig. Von der Konzeption und Gestaltung von Print-Produkten über die Erstellung von Infografiken und digitalen Illustrationen bis hin zur Reinzeichnung und Bildbearbeitung deckt Ute die gesamte Palette des Grafikbereichs und der Bildsprache ab.
Kontakt: 030 6883377-11, wibral@infotext-berlin.de

Sandra Thiele hat ihre Arbeitsschwerpunkte im stilistischen und inhaltlichen Lektorat und Korrektorat sowie in der Texterstellung. Sie bringt Erfahrungen aus verschiedenen Redaktionen mit und gestaltet Texte aussagekräftig und gut lesbar, ohne dabei den Blick für die Zielgruppe sowie das Format zu verlieren.
Kontakt: 030 6883377-13, thiele@infotext-berlin.de

Damit ist das Kernteam von Infotext – bestehend aus Andreas Kaizik, Sandra Thiele, Lena Ziyal und Ute Wibral – nun wieder vollständig. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

// RKI-Faktenblatt zum Thema Herpes Zoster Impfung

// RKI-Faktenblatt zum Thema Herpes Zoster Impfung

von Andreas Kaizik

Kürzlich ist das RKI-Faktenblatt zum Thema Herpes Zoster Impfung erschienen, dessen Gestaltung wir entwickelt und umgesetzt haben. Das Faktenblatt ist das zweite einer mehrteiligen Reihe von Infoblättern, in denen kurz und knapp wichtige Informationen zu jeweils einer Impfung zusammengefasst werden.

„Die Faktenblätter [...] richten sich in erster Linie an Ärztinnen und Ärzte. Darüber hinaus können die Informationsblätter im Arzt-Patienten-Gespräch als wichtige Informationsquelle genutzt werden, um auch Patientinnen und Patienten durch entsprechende Infografiken verständlich und ansprechend über die Impfung zu informieren”, schreibt das RKI dazu.

// „Die Wirklichkeit.“ – Die neue taz FUTURZWEI

// „Die Wirklichkeit.“ – Die neue taz FUTURZWEI

von Andreas Kaizik

Am 10. September erscheint die neue taz FUTURZWEI, diesmal mit dem Titelthema „Die Wirklichkeit“. Wir haben wieder das Editorial Design, die Bildbearbeitung und die Schlusskorrektur übernommen.

Laut Harald Welzer ist jetzt „Zeit für Wirklichkeit, Zeit, erwachsen zu werden. Erwachsen sein bedeutet: Sachverhalte auch dann zur Kenntnis zu nehmen, wenn sie den eigenen Wünschen widersprechen. Bedürfnisse unbefriedigt zu lassen, dem eigenen Urteil zu trauen, Verantwortung und Selbstverantwortung tragen zu können, sagen, was Sache ist. Auch dann, wenn man Teil des Problems ist und jetzt so schnell noch gar keine Lösungen hat. Oder besser gesagt: keine Ausflüchte.“

Dass es mit der Wirklichkeit so eine Sache ist zeigen unter anderem auch die Beiträge von Peter Unfried, Luisa Neubauer und Maja Göpel, die sagt: „Gesellschaften sind immer mit Regeln strukturiert. Und jede Regel hat genau diese beiden Effekte: Es ist nie einfach einseitig ein Verbot, sondern es ist immer auch eine Entscheidung für etwas anderes.“

Ein Heft, das sich nicht mit der halben Wahrheit begnügen will.

// 15. August: Happy Failures Day!

// 15. August: Happy Failures Day!

von Lena Ziyal

Irrtum, Malheur, Patzer, Fehltritt, Missgeschick, Lapsus oder Fauxpas – dafür, dass niemand etwas mit ihm zu tun haben will, hat der Fehler viele Namen. Eines ist klar: Fehler passieren, sie sind sogar unvermeidlich. Viel zu selten werden sie eingestanden, dafür umso lieber anderen in die Schuhe geschoben, dabei haben sie auch ihre guten Seiten: Sie helfen dabei, Geschehenes zu hinterfragen und neue Perspektiven zu finden. Daran erinnert der internationale Tag der Fehler am 15. August: Happy Failures Day!

// Die neue radzeit (Ausgabe03/2019)

// Die neue radzeit (Ausgabe 3/2019)

von Andreas Kaizik

Heute übertragen wir die Druckdaten der radzeit (Ausgabe 3/2019). Das Fahrradmagazin für Berlin und Brandenburg des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ist dann in gut einer Woche kostenlos zum Beispiel in Fahrradläden, Bibliotheken, Kinos, Universität und Hochschulen in Berlin und Brandenburg erhältlich.

// Verästelte Musik mit gewagten Harmonien

// Verästelte Musik mit gewagten Harmonien

von Andreas Kaizik

Vor 55 Jahren ist der US-amerikanische Jazzmusiker Eric Dolphy gestorben. Aus diesem Anlass zitieren wir hier einen Text, den ich vor einigen Jahren für „The Beat Goes On: Kalendarium toter Musiker“ (Suhrkamp) geschrieben habe.

Eric Dolphy war ein bescheidener Mensch, der die Musik liebte und Engstirnigkeit ablehnte: Gegenüber einem Journalisten weigerte er sich, Rock’n’Roll als minderwertige Musik einzustufen. Statt zu urteilen, spielte er – Altsaxofon, Querflöte und Bassklarinette. Seine Virtuosität auf allen drei Instrumenten ist unfassbar, am erstaunlichsten ist jedoch, was er spielte: Es klingt, als würden seltsame Geschichten aus seinen Instrumenten sprudeln und als müsste er dafür ständig neue Töne erfinden.

Dolphy übte wie besessen, verschlang Musiktheorie und saugte musikalisches Wissen auf, wo es nur ging: „Beim Üben haben mich oft Vögel begleitet. Dann habe ich aufgehört mit dem, was ich gerade übte, und habe mit den Vögeln gespielt, und meine Viertel-Töne habe ich ihnen auch abgelauscht – sie haben Noten, die zwischen unseren Noten liegen, und ich versuche, das zu imitieren, was sie von Natur aus tun.“

Heraus kam eine verästelte Musik mit gewagt aus den Harmonien herausfallenden Figuren. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber hörbar: „Ich betrachte mein Spiel als tonal, und obwohl ich Töne spiele, die in einer vorgegebenen Tonart unpassend erscheinen mögen, empfinde ich sie als passend.“ Das Publikum war teils anderer Meinung oder einfach überfordert und erfand den blöden Begriff „Anti-Jazz“.

Dolphys Mitspieler schätzten ihn als unerschöpfliche Quelle der Inspiration und liebten den sanften, besonnenen Mann, der weder trank noch Drogen nahm: Charles Mingus reagierte auf die Nachricht aus Berlin, wo Dolphy im Juni 1964 im Alter von knapp 36 Jahren an den Folgen einer nicht diagnostizierten Diabetes starb, gewohnt heftig und behauptete, die deutschen Ärzte hätten ihn ermordet. Letztlich war Mingus jedoch genauso erschüttert wie John Coltrane, der die wohl passendsten Worte fand: „Was immer ich sagen könnte, wäre nur untertrieben, er war eine der größten Persönlichkeiten, die ich je kennengelernt habe – als Mensch, als Freund und als Musiker.“

// Die neue Ausgabe des MISEREOR-Magazins „frings“

// Die neue Ausgabe des MISEREOR-Magazins „frings“

von Lena Ziyal

Soeben haben wir unser Belegexemplar des MISEREOR-Magazins „frings“ erhalten. Vielen Dank!

Für das zweimal jährlich erscheinende Magazin gestalten wir regelmäßig illustrativ aufbereitete Infografiken. Dieses Mal ging es, auch unter dem Eindruck von Fridays for Future, um „Klimahausaufgaben für die deutsche Bundesregierung“:

Das Magazin ist kostenlos bestellbar unter www.misereor.de/magazin.

// „Gegen Moral.“ – Die neue taz FUTURZWEI

// „Gegen Moral.“ – Die neue taz FUTURZWEI

von Christine Schulz


Am 12. Juni erscheint die neue taz FUTURZWEI, diesmal mit dem Titelthema „Gegen Moral – ein Heft gegen die Dauererregung“. Wir haben wieder das Editorial Design, die Bildbearbeitung und die Schlusskorrektur übernommen.

Harald Welzer schreibt darin zum Beispiel über Moralismus: Man muss „darüber sprechen, dass Moralismus radikal unpolitisch ist und ein brutales Hindernis auf dem weiteren Weg in eine freundliche Gesellschaft“.

Und die Philosophin Svenja Flaßpöhler spricht im Interview unter anderem über Errungenschaften der Postmoderne, die uns gerade wieder verloren gehen: „Differenz zu denken, und zwar radikal, das macht die Moderne im progressiven Sinn theoretisch aus. Und genau diese Errungenschaften werden verraten, wenn man nicht mehr dazu in der Lage ist, den anderen als anderen, mit einer anderen Position, mit einem anderen Standpunkt, anzuerkennen und in einen offenen Diskurs mit ihm zu treten. Stattdessen löst sich alles in einer krassen Selbstbezüglichkeit auf, völlig theoriearm, völlig theorieentkernt.“

Ein Heft, das Schubladen „abfackeln“ will, statt sie zu bedienen.

// Lena Ziyal spricht auf der re:publica

// Lena Ziyal spricht auf der re:publica

von Andreas Kaizik

Sind Roboter die Künstler*innen der Zukunft? Machen Maschinen die bessere Musik?

Anlässlich der Veröffentlichung ihres Comic-Essays „We need to talk, ai“ ist Lena Ziyal zusammen mit ihrer Koautorin Dr. Julia Schneider eingeladen, auf der re:publica-Session „AI - Art - I“ mit den Künstler*innen Diana Alina Serbanescu, Andreas Dzialocha und Christian von Borries über ihre subjektiven Ängste und Wünsche an der Schnittstelle zwischen Kunst und künstliche Intelligenz zu diskutieren.

AI - Art - I
Montag, 6. Mai, um 13.45 Uhr auf Stage 8
19.re-publica.com/de/session/ai-art-i

Abends um 18.30 Uhr am gleichen Tag erläutert Lena Ziyal dann in der Lightning Box der re:publica in kleinerer Runde bildsprachliche Aspekte des Comic-Essays und beantwortet Fragen zur Entstehung und zum Arbeitsprozess.

Insbesondere von Interesse ist hierbei die Frage, mit welchen Formaten und Medien KI aufbereitet werden kann, sodass das Thema für mehr Menschen zugänglich und debattierbar wird.

We Need to Talk AI: Ein Einblick in die Entstehung des Comic-Essays
Montag, 6. Mai, um 18.30 Uhr in der Lightning Box
19.re-publica.com/de/session/we-need-talk-ai-einblick-entstehung-des-comic-essays

// Das Berliner Liniennetz wieder mit „Hundekopf”

// Das Berliner Liniennetz wieder mit „Hundekopf”

von Christine Schulz

„A transit map should be simple, comfortable, and nice-looking, designed with loving care and for people.” – Das schreibt der russische Designer Pasha Omelekhin und hat deshalb eine neue Variante der Berliner Liniennetzkarte entworfen. Übersichtlicher, leichter zu lesen, schöner.

Auf berlintransitmap.de beschreibt und zeigt er ganz detailliert, wie und warum er das Aussehen der Karte verändert hat. Zum Vergleich zeigt er außerdem etliche historische Karten, die nicht nur die Veränderungen des Liniennetzes in den vergangenen rund 120 Jahre abbilden, sondern auch einen interessanten Vergleich der grafischen Kartengestaltung erlauben.

Am auffälligsten an der neuen Karte ist neben der weichen Linienführung der zurückgekehrte „Hundekopf”, der den Verlauf der Ringbahn abbildet und laut Omelekhin ein einzigartiges Merkmal des Berliner Liniennetzes ist. In historischen Karten ist der Hundekopf noch zu sehen, er verschwindet dann aber Anfang der 1930er-Jahre aus den Darstellungen. Hier ist er nun wieder zu sehen:

Karte von Pasha Omelekhin, berlintransitmap.de

// RKI-Faktenblatt zur HPV-Impfung erschienen

// RKI-Faktenblatt zur HPV-Impfung erschienen

von Lena Ziyal

Heute ist das RKI-Faktenblatt zum Thema HPV-Impfung erschienen, dessen Gestaltung wir entwickelt und umgesetzt haben. Das Faktenblatt eröffnet eine mehrteilige Reihe von Infoblättern, in denen kurz und knapp wichtige Informationen zu jeweils einer Impfung zusammengefasst werden.

„Die Faktenblätter [...] richten sich in erster Linie an Ärztinnen und Ärzte. Darüber hinaus können die Informationsblätter im Arzt-Patienten-Gespräch als wichtige Informationsquelle genutzt werden, um auch Patientinnen und Patienten durch entsprechende Infografiken verständlich und ansprechend über die Impfung zu informieren”, schreibt das RKI dazu.

// Leichte Sprache ist Thema im Forschergeist-Podcast

// Leichte Sprache ist Thema im Forschergeist-Podcast

von Christine Schulz

Isabel Rink ist Geschäftsführerin der Forschungsstelle Leichte Sprache an der Universität in Hildesheim. In der Folge 62 des Forschergeist-Podcasts spricht sie ausführlich darüber, was Leichte Sprache ist, welchen Nutzen sie hat und welche Personengruppen davon profitieren können.

Die Podcast-Folge kann hier angehört und heruntergeladen werden: forschergeist.de/podcast/fg062-leichte-sprache.

// Ghostwriting – ein alltägliches Geschäft

// Ghostwriting – ein alltägliches Geschäft

von Andreas Kaizik

Beim Ghostwriting handelt es sich für uns in den meisten Fällen um einen Textauftrag wie jeder andere. Wenn es um ganze Bücher geht, dauert die Erledigung nur eben etwas länger. Insbesondere im Bereich Sachbuch und Ratgeber, in dem unserer Erfahrung nach recht häufig Ghostwriter/-innen zum Einsatz kommen und den wir hier auch vorrangig betrachten wollen, zählen vor allem die Professionalität und die schreibhandwerkliche Erfahrung der Ghostwriterin/des Ghostwriters. Hier ist das Ghostwriting ein alltägliches Geschäft zwischen Dienstleister/-in und Kundin oder Kunde. (Wenn wir im Folgenden von Autorinnen oder Autoren sprechen, sind übrigens diejenigen gemeint, die die Idee für das Buch hatten und deren Namen am Ende auf dem Buch stehen werden.)

KONZEPTION
Am Anfang steht immer die Konzeption des Buches. Dabei ist das Thema genauso wichtig wie die Zielgruppe. Denn für die Bestimmung der Buchinhalte ist es wichtig zu wissen, wer damit angesprochen werden soll. Wenn die Zielgruppe und das Thema umrissen sind, werden zunächst alle Inhalte, die in dem Buch besprochen werden sollen, in groben Zügen und stichpunktartig zusammengetragen. Meist gibt die Autorin/der Autor diese Inhalte vor, in der Regel macht die Ghostwriterin/der Ghostwriter dann Vorschläge für inhaltliche Ergänzungen, Erweiterungen oder auch Präzisierungen und Reduzierungen.

Zur Konzeption des Buches gehört auch die Entscheidung, in welchem Stil das Buch verfasst werden soll: sachlich, seriös, erzählerisch, leichtgängig, provokant, emotional, wissenschaftlich, heiter, humorvoll usw. usf. Und natürlich wird in diesem Zusammenhang auch der Umfang des Buches festgelegt. Bei allen Entscheidungen wird die Ghostwriterin/der Ghostwriter die Autorin/den Autor beraten und begründete Vorschläge machen. – Was hier in wenigen Sätzen beschrieben ist, erfordert allerdings in Wirklichkeit viel Recherche, Nachdenken, Abwägen, Diskutieren, Zeit und viele Entscheidungen.

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Sind Stil, Umfang und Inhalte festgelegt, entwickelt die Ghostwriterin/der Ghostwriter aus den gesammelten Stichworten eine erste grobe Kapitelstruktur. Diese wird dann mit der Autorin/dem Autor durchgesprochen und überarbeitet, bis eine Variante vorliegt, mit der alle Beteiligten einverstanden sind. Die Ghostwriterin/der Ghostwriter beginnt dann, für jedes Kapitel eine Feinstruktur anzulegen, um die Inhalte für das Kapitel und deren Reihenfolge zu konkretisieren. Um nun den „Stoff“ für das Buch zusammenzutragen, haben Autor/-in und Ghostwriter/-in mehrere Möglichkeiten:

INHALT UND ZUSAMMENARBEIT
Wenn die Autorin/der Autor sehr klare und detaillierte Vorstellungen davon hat, was in dem Buch stehen soll, dann ist es sinnvoll, wenn sich die Ghostwriterin/der Ghostwriter die Inhalte auch tatsächlich weitestgehend von ihr oder ihm liefern lässt, um sie dann in Buchform zu bringen. Üblich ist zum Beispiel, dass Autor/-in und Ghostwriter/-in sich in regelmäßigen, größeren Abständen treffen und die Autorin/der Autor kapitelweise die Inhalte erzählt, die mit einem Diktiergerät mitgeschnitten oder schriftlich protokolliert werden. Alternativ liefert die Autorin/der Autor Notizen, Ideen und Informationen in schriftlicher Form. Normalerweise entwickelt sich in beiden Fällen schnell ein intensiver Austausch zwischen Autor/-in und Ghostwriter/-in, da es immer Rückfragen, Vorschläge und Klärungsbedarf gibt. (Hier ist die Grenze zur Koautorschaft also fließend, die man zum Beispiel von Prominenten kennt, die ihre Memoiren gemeinsam mit einer Journalistin/einem Journalisten schreiben. Dann stehen aber oft beide auf dem Titel: Autor/-in und Koautor/-in.)

Später extrahiert die Ghostwriterin/der Ghostwriter aus dem von der Autorin/vom Autor gelieferten Material die für das Buch relevanten Inhalte, bringt diese in die zuvor festgelegte Struktur und macht daraus ein Kapitel. Dafür ergänzt sie/er etwaige inhaltliche Lücken, streicht Überflüssiges, macht aus dem vorhandenen Textmaterial lesbare Sätze, überprüft die Richtigkeit der Informationen und die Schlüssigkeit der Argumente, recherchiert geeignete Quellen und etwaige Gegenargumente, stellt Bezüge zu vorigen Kapiteln her, löst ggf. auftretende Widersprüche auf, spinnt den roten Faden des Buches weiter und bringt das Ganze sprachlich in Form. So entsteht Stück für Stück, Kapitel für Kapitel ein Buch, das gedanklich zu großen Teilen dem Kopf der/des genannten Autorin/Autors entspringt und dem die Ghostwriterin/der Ghostwriter zu einem professionellen Erscheinungsbild verhilft.

Hat die Autorin/der Autor jedoch noch keine klaren und detaillierten Vorstellungen von den Inhalten des Buches, können diese auch direkt von der Ghostwriterin/vom Ghostwriter geliefert werden. Dieses Vorgehen eignet sich insbesondere, wenn ein/-e Ghostwriter/-in in dem Fachgebiet, das im Buch behandelt wird, bereits viel Erfahrung hat und gut beurteilen kann, welche Inhalte je nach Zielsetzung und Zielgruppe in das Buch gehören und was für eine Art Buch die Kundin/der Kunde, also die Autorin/der Autor, erwartet. Diese Variante bietet sich auch an, wenn Autor/-in und Ghostwriter/-in bereits häufig miteinander gearbeitet haben, sodass beide sichergehen können, dass die Ghostwriterin/der Ghostwriter auch ohne viel Input das Gewünschte schreibt. So reduziert sich für die Autorin/den Autor der Aufwand natürlich erheblich. In jedem Fall kommt es hier auf eine besonders genaue Abstimmung der Inhalte im Vorfeld an, damit am Ende auch tatsächlich das Buch herauskommt, das der Autor sich vorgestellt hat. Die Ghostwriterin/der Ghostwriter arbeitet sich also selbstständig in das Thema ein, recherchiert die erforderlichen Informationen, eignet sich die notwendigen Kenntnisse an und schreibt auf dieser Grundlage das Buch, ohne von der Autorin/vom Autor direkt Inhalte geliefert zu bekommen. Die Autorin/der Autor erhält dann den fertigen Text (entweder kapitelweise oder das gesamte Buch). In der Regel gibt es dann noch mehr oder weniger umfangreiche Änderungswünsche der Autorin/des Autors, die die Ghostwriterin/der Ghostwriter in mehreren Korrekturdurchgängen umsetzt. – Die Autorin/der Autor hat in dieser Variante also vor allen Dingen seine Buchidee eingebracht, die Umsetzung leistet zu großen Teilen die Ghostwriterin/der Ghostwriter.

IN DER PRAXIS
In der Praxis treten häufig auch Mischformen aus diesen und weiteren Arbeitsmethoden auf. Wenn eine Autorin/ein Autor sich zum Beispiel in bestimmten Teilaspekten seines Buches sehr gut auskennt oder zu einem Thema eine besonders mutige These vertritt, dann liefert sie/er hierzu selbst die Inhalte, lässt von der Ghostwriterin/vom Ghostwriter aber die Teile des Buches, bei denen die eigenen Ambitionen vielleicht nicht so groß sind, überwiegend selbstständig schreiben.

Letztlich finden Ghostwriter/-in und Autor/-in jeweils ihre ganz individuelle Form der Zusammenarbeit. Die Bandbreite reicht von Autorinnen und Autoren, die mit ihren Ghostwriter/-innen schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten, mit ihnen nur noch Thema und Umfang des gewünschten Buches kurz besprechen und dann erst wieder zum Abgabetermin des Manuskriptes mit ihrem Buch zu tun haben, bis zu Autorinnen und Autoren, die eher notgedrungen eine Ghostwriterin/einen Ghostwriter einschalten, weil es ihnen an den schreiberischen Fähigkeiten oder schlicht an der erforderlichen Zeit mangelt, und die sehr viel Herzblut in die Arbeit stecken und möglichst einen großen Eigenanteil leisten wollen.

// Korrektorat? Lektorat? – Ist das nicht das Gleiche?

// Korrektorat? Lektorat? – Ist das nicht das Gleiche?

von Christine Schulz und Andreas Kaizik

Begriffe wie Lektorat, Korrektorat oder Textredaktion sind zwar den meisten geläufig, doch welche Leistungen sich im Detail dahinter verbergen, ist nicht immer ganz klar. Deshalb hier ein kurzer Überblick über die Leistungen, die unsere Textabteilung anbietet.

Vorab jedoch noch etwas Grundsätzliches: Standardmäßig werden alle von uns verfassten, lektorierten oder korrigierten Texte von einer zweiten Person gegengelesen. Das erhöht die Qualität der Ergebnisse erfahrungsgemäß ungemein. Außerdem arbeiten immer mindestens zu zweit an einem Auftrag, damit mehr als eine Person im Bilde ist und wir so eine gewisse Ausfallsicherheit gewährleisten können.

1) Korrektorat

Ein Korrektorat umfasst folgende Leistungen (ggf. unter Berücksichtigung von hausinternen Rechtschreibrichtlinien):

  • Korrektur aller Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Vereinheitlichung von Schreibweisen (Datum, Abkürzungen, Einheiten, sprachliche Gleichstellung, Zahlen und Ziffern etc.)
  • Prüfung der Schreibweise von Namen (Personen, Firmen, Institute etc.)
  • Prüfungen von einfachen mathematischen Rechnungen (Summen, Prozentangaben etc.)
  • 2 Korrekturdurchgänge im Vier-Augen-Prinzip
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2) Lektorat

Das Lektorat umfasst alle Leistungen des Korrektorats und darüber hinaus:

  • Prüfung und ggf. Überarbeitung der Syntax
  • sprachliche und stilistische Überarbeitung der Texte

3) Textredaktion

Die Textredaktion stellt bereits eine sehr tiefgreifende Bearbeitung von Texten dar. Sie umfasst alle Leistungen des Korrektorats sowie des Lektorats und darüber hinaus:

  • Prüfung und ggf. Überarbeitung der vorhandenen Textstruktur oder Neustrukturierung des Textes
  • Einfügen bzw. Neuformulieren von Überschriften, Bildunterschriften etc.
  • Kürzen, Ergänzen oder Umformulieren von Textpassagen
  • Hinweise auf etwaige Argumentationslücken, inhaltliche Widersprüche, Ungenauigkeiten etc.

4) Redaktionelle Zuarbeit/Texterstellung

Selbstverständlich schreiben wir auch komplette Texte: Auf Grundlage von mitgelieferten Materialen und Informationen verfassen wir Texte oder Textteile nach konkreten Vorgaben des Auftraggebers oder der Auftraggeberin (Zielstellung, Zielgruppe, Textlänge, Sprachstil, Wording etc.).

Bei Bedarf führen wir Zusatzrecherchen zur Vertiefung oder Klärung von Sachverhalten durch.

5) Ghostwriting

Zu unserem Angebot gehört auch das Ghostwriting, also das Verfassen ganzer Publikationen im Auftrag eines Autors oder einer Autorin. Sachbücher, Fachartikel, Interviews, Blogbeiträge – das Spektrum ist weit und die Themen sind vielfältig.