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taz FUTURZWEI: Irre

von Andreas Kaizik

Irre ist das Titelthema der aktuellen taz FUTURZWEI, die am 10. März erscheint. Es geht um die Frage, warum Menschen aus der Wirklichkeit austreten und sich zunehmend in alternative Wahrheiten und Welten flüchten. Sind die alle „irre“?

Der Herausgeber Harald Welzer schreibt, dass wir mit Mitteln der aufklärenden Information hier womöglich nicht mehr weiterkommen: „Vorurteile sind nämlich selbstdienlich, sie geben denen, die sie hegen und pflegen etwas, vor allem Orientierung.“

Auch im ausführlichen Interview mit Peter Sloterdijk geht es um den Wechsel in andere Wirklichkeiten. Der Philosoph stellt fest, dass „Erweckungen zu den elementaren Risiken von Lebensläufen gehören, sie finden zu den ungewöhnlichsten Zeitpunkten statt. Oft geschehen sie zu Zeiten, wenn der äußere Druck zunimmt.“ Zumindest hält Sloterdijk auch fest, dass es bereits Zeiten noch größerer „kollektiver Verrücktheit“ gab. Aber das ist vermutlich auch kein Trost.

Außerdem unter anderem im Heft: Barbara Bleisch über Übervernunft und Kant, Bernhard Pörksen zu dem großen Blasenirrtum, Arno Frank mit vier mentalen Protokollen von Abgedrifteten, und Samira El Ouassil erklärt, warum Trumpisten nicht geisteskrank sind.

INFOTEXT hat auch für diese Ausgabe das Editorial Design, die Bildbearbeitung und die Schlusskorrektur übernommen.